Warum Photovoltaik?

Umweltgedanke

Unsere heutige Energieversorgung basiert überspitzt ausgedrückt auf einer Art Bankräuber-mentalität - die Strafen hierfür heißen globale Klimaveränderung und Umweltkatastrophen.
Durch Verbrennung unserer konventionellen Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas machen wir die darin über Millionen von Jahren gespeicherte Energie für uns nutzbar. Leider verschmutzen hierbei freiwerdende Schadstoffe unsere Umwelt. Auch haben wir innerhalb relativ kurzer Zeit diese sogenannten fossilen Brennstoffe zu einem Großteil aufgebraucht. Selbst bei nicht weiter anwachsendem Bedarf werden die heute bekannten Vorräte von Erdöl bis etwa zum Jahr 2040, die von Erdgas bis etwa 2060 und die von Kohle in etwa 200 Jahren erschöpft sein. In etwa 300 Jahren verbrauchen wir also Schätze, zu deren Entstehung die Natur 300 Millionen Jahre benötigt hat, umgerechnet auf vertrautere Zeitmaßstäbe verhalten wir uns wie jemand, der sein in einem 75-jährigen Leben angehäuftes Vermögen innerhalb von 40 Minuten verprassen würde.

In nur 30 Minuten erhalten wir von der Sonne den gesamten Weltenergiebedarf eines Jahres. Ein Photovoltaik- oder Solarstrommodul erzeugt während seines über 25-jährigen Lebens in Mitteleuropa mehr als zwölf mal so viel Energie, als für seine Herstellung erforderlich war. Eine Solarstromanlage mit einer Fläche von nur 10 m2 erspart unserer Umwelt eine Kohlendioxid Belastung von ca. 700 kg pro Jahr – bei einer Lebenszeit von 30 Jahren also ca. 20 Tonnen.


Solarstromtechnik ist wartungsfrei, geräuschlos, emissionsfrei, sicher und hat eine lange Lebensdauer.
Mit umweltfreundlichem Solarstrom kann jeder seine persönliche Ökobilanz aufbessern und den CO2-Ausstoß reduzieren.


Wirtschaftliche Gründe
Einen besonderen Anreiz für die Errichtung einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach bietet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Seit April 2000 bestimmt das EEG, dass der Betreiber von PV-Solarstromanlagen den gesamten Solarstrom seiner Anlage in das allgemeine Stromnetz einspeisen darf und das Energieversorgungsunternehmen ihm hierfür eine Einspeisevergütung zu zahlen hat. Politisches Ziel dieses Gesetzes ist es, eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu gewährleisten und den Beitrag erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln. Für Anlagen bis 30 kW, die bis Ende 2010 in Betrieb genommen werden beträgt diese Einspeisevergütung 0,3288 € pro KWh und wird in gleicher Höhe 20 Jahre lang plus dem Jahr der Inbetriebnahme gewährt. In jedem späteren Jahr verringert sich dieser Betrag um 9%. Er gilt dann für die Laufzeit von 20 Jahren sowie für das Installationsjahr.

Der Ertrag einer PV-Anlage ist für den Anwender die entscheidende Größe. Der Ertrag bestimmt, wie viel Nutzen die Solaranlage bringt, also wie viel KWh Solarstrom eine PV-Anlage produziert. Der Ertrag wird in KWh/KWp gemessen und gilt für die Amortisation einer PV-Anlage, da das EEG die Einspeisevergütung nach Ertrag regelt. Gleichzeitig zeigt sich im Ertrag die Qualität von Solarstromanlagen.


Steuerliche Gründe
Der Betreiber einer Photovoltaikanlage - im Sinne des EEG – gilt nach einem Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums vom 04.12.2001 als Unternehmer. Er kann dies durch den Verzicht auf die Umsatzsteuerbefreiung mit einer einfachen Mitteilung an das Finanzamt geltend machen. Der Verzicht ist für 5 Jahre bindend. Der Anlagenbesitzer erhält die Mehrwertsteuer des Kaufpreises zurück, muss aber für jedes Jahr eine Umsatzsteuererklärung beim Finanzamt abgeben, und die durch den Stromverkauf erhaltene Umsatzsteuer abführen. Wichtig ist hierbei, dass er den Energieversorger über den gewerblichen Betrieb der Anlage in Kenntnis setzt. Dieser muss die Mehrwertsteuer in den Abrechnungen unbedingt ausweisen.
Vorteil: Der Anlagenbetreiber erhält die im EEG festgelegte Vergütung zuzüglich MwSt. zahlt aber effektiv nur den Netto-Kaufpreis der Anlage. Daraus erfolgt eine Einsparung von 19%. Tritt er nach 5 Jahren von dem Verzicht auf Umsatzsteuerbefreiung zurück, muss er lediglich seinen Energieversorger von diesem Schritt informieren, so dass die Mehrwertsteuer nicht mehr ausgewiesen wird.
Des weiteren hat der Betreiber einer Solarstromanlage die Möglichkeit, diese steuerlich abzuschreiben. Die jährliche Abschreibung und sonstige Kosten (Zählermiete, Zinsen, Reparaturen, etc.) abzüglich der Einnahmen aus dem Stromvertrieb werden dann in der Einkommensteuererklärung den Einkünften z.B. aus nicht selbstständiger Tätigkeit gegenübergestellt.


Volkswirtschaftliche Betrachtungsweise



[--> Funktionsweise einer PV-Anlage]