Solaranlagen - Allgemeine Informationen

Moderne Solar-Kollektoren liefern pro m2 Kollektorfläche im Jahr etwa 400 Kilowattstunden. Dies entspricht ungefähr soviel Energie, wie bei der Verbrennung von 40 l Heizöl oder 400 m3 Erdgas entstehen.


Wir unterscheiden 2 Anwendungsbereiche:
Solaranlagen zur Warmwasserbereitung (Brauchwassererwärmung)
Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

Eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung ist in der Lage, den gesamten Warmwasser-Bedarf des Sommers bis hinein in die Übergangszeit abzudecken, sodass die konventionelle Heizung im Sommer häufig ganz außer Betrieb genommen werden kann. Zudem lassen sich Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung mit allen gängigen Heizungssystemen kombinieren. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Öl- oder Gasheizung aber auch um eine Pellets- oder Wärmepumpenheizung handeln.

Dabei sind Solaranlagen wenig anfällig, wartungsarm und verfügen heute über eine Lebensdauer von mind. 20 Jahren. Schon nach etwa einem Jahr hat eine Solaranlage soviel Energie erzeugt, wie zu ihrer Herstellung notwendig war. Von da an arbeitet sie als echte Energiequelle und schont fossile Ressourcen.

Die zur Sonne ausgerichteten Kollektoren fangen die Sonnenstrahlen auf und wandeln sie in Wärme um. Ob auf Dächern, an der Fassade oder zu ebener Erde lassen sie sich an fast jedem Ort montieren. Eine möglichst nach Süden gerichtete Fläche mit einer Neigung um 45° ist hierfür zwar ideal, aber nicht zwingend notwendig. Zwischen Ost- und West sowie 0 und 90° Neigung kommen prinzipiell alle Flächen in Betracht. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass das Kollektorfeld - heute und in Zukunft – nicht verschattet wird. Auch eben erst gepflanzte Bäume sollten dabei hinsichtlich ihrer späteren Größe berücksichtigt werden.

Damit die eingefangene Wärme jederzeit und auch an trüben Tagen bereit steht, wird sie in so genannten Solarspeichern zwischengespeichert. Anders als sonst übliche Speicher sind diese mit 300 l Inhalt etwa doppelt so groß und verfügen über zwei eingebaute Wärmetauscher. Reicht die Sonnenwärme einmal nicht aus, wird der obere Bereich durch die Heizung nachgeheizt. Der Nutzer merkt davon nichts, da sich die Regelung darum kümmert. Einmal in Betrieb genommen, arbeiten Solaranlagen vollautomatisch und erfordern keinerlei Bedienungsaufwand. Das gilt übrigens auch für einen mehrwöchigen Urlaub oder längere Abwesenheit.
Da Solaranlagen in unseren Breitengraden mit Frostschutzmittel gefüllt sind, bleiben sie auch im tiefsten Winter betriebsbereit. Temperaturen von 60°C im Kollektor an einem klaren Januartag von -10°C sind keine Seltenheit und ermöglichen damit auch Wärmegewinne im Winter.

Übrigens: Die Energieeinspar-Verordnung (EnEV) vom Februar 2002 ermöglicht die Anrechnung einer Solaranlage in der Gebäudeenergiebilanz. Damit eröffnen thermische Solaranlagen Planern und Architekten größere Freiräume in der Gebäudeplanung.


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