Solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

Eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung ist in der Lage, zusätzlich zum Heizwärmebedarf für die Brauchwassererwärmung auch einen Teil der Gebäudeheizung mit zu übernehmen. Sie senkt damit die Betriebskosten der konventionellen Heizung noch weiter und verbessert abermals die CO2-Bilanz.

Die Einbindung einer solchen Heizungsunterstützung erfordert in der Regel den Einbau eines Pufferspeichers oder – aus Kosten- und Platzgründen – die Verwendung eines so genannten Kombispeichers. Dieser übernimmt sowohl die Versorgung mit Trinkwarmwasser als auch die Einbindung der Solaranlage in die Heizung.

Für die solare Heizungsunterstützung ist das Temperaturniveau der konventionellen Heizung von maßgeblicher Bedeutung. Während es dem Kollektorfeld relativ leicht fällt, im Winter Temperaturen von 40°C für die Anhebung eines Fußbodenheizkreises bereitzustellen, stößt es bei einer vorhandenen Radiatorenheizung 90/70°C an unüberwindliche Schwierigkeiten. Schließlich müssen in einem solchen Fall mehr als 70°C erzeugt werden, um Energie an das Heizungssystem abgeben zu können. Auch schlecht abgeglichene Niedertemperaturheizungen können die Funktion einer solchen Heizungseinbindung deutlich beeinträchtigen. Als gutes Maß der Tauglichkeit einer vorhandenen Heizung für die Einbindung einer solaren Heizungsunterstützung kann die Temperatur des Heizungsrücklaufs gelten: Je niedriger, umso höher ist der mögliche solare Deckungsbeitrag!

Grundsätzlich gilt: Die Einbindung einer solaren Heizungsunterstützung ist unkompliziert und auch nachträglich einfach zu realisieren. Zu beachten ist aber, dass eine Solaranlage die Beheizung eines Gebäudes in unseren Breiten nicht 100%ig sicherstellen kann. Sie benötigt immer ein zweites Heizsystem im „Hintergrund“, also ein Heizsystem, mit dem geheizt wird, wenn die Energie der Sonne nicht ausreicht.