Wärmepumpen-Heizung – Allgemeine Informationen

Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energietechniken, wie z.B. Solarkollektoren, ist die Wärmepumpe in der Lage, einen Haushalt ganzjährig, d.h. zu 100%, mit Heizwärme zu versorgen. Anders als konventionelle Heizungen nutzt sie dafür Umgebungswärme als Wärmequelle. Da unsere Sonne diese Energie regelmäßig auffüllt, zapft die Wärmepumpe ein unerschöpfliches Reservoir an, welches anderen Heizungssystemen nicht zur Verfügung steht.

Wärmepumpen verbrauchen weniger Primärenergie und sind auch hinsichtlich der CO2-Emissionen günstiger als konventionelle Öl- oder Gasheizungsanlagen. Betrachtet man weitere Schadstoffemissionen wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub, so zeigt sich, dass Wärmepumpen besonders im Vergleich zur Ölzentralheizung den Schadstoffausstoß erheblich reduzieren.

Die Wärmepumpe nutzt als Wärmequelle Umweltwärme aus Wasser, Boden oder der Luft. Mit einem Teil elektrischer Hilfsenergie gewinnt die Wärmepumpe drei Teile Umweltwärme und erzeugt damit vier Teile Heizwärme. Verglichen mit einer Strom-Direktheizung erzeugt sie damit aus einer Kilowattstunde das Vierfache an Wärme.



Die Bezeichnung von Wärmepumpen richtet sich nach dem Medium, mit welchem sie primär- und sekundärseitig arbeiten. Unter dem Primärkreis versteht man hierbei die Wärmequelle und unter dem Sekundärkreis das vom Heizkreis im Gebäude verwendete Arbeitsmedium, also üblicherweise Wasser.

Wärmepumpenbezeichnungen:
Hinsichtlich der „angezapften“ Wärmequelle unterscheidet man die folgenden drei Gruppen von Wärmepumpen.
- Wärmequelle Umgebungsluft
Luft-Wasser-Wärmepumpenanlagen
- Wärmequelle Boden
Sole-Wasser-Wärmepumpenanlagen
- Wärmequelle Grundwasser
Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlagen


Alle Wärmepumpenheizungen lassen sich mit Solarkollektoren zur Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung gut kombinieren.

Die Installation einer Wärmepumpe ist durch das zuständige Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu genehmigen. Dies geschieht in der Regel schnell und unbürokratisch. Der Kunde erhält dabei einen besonders günstigen Wärmepumpentarif, der um ein bis zwei Drittel unter dem marktüblichen Strompreis liegt.
Im Rahmen der Installation ist ein zweiter Stromzähler zu installieren und ein Starkstromanschluss vorzusehen.

Prinzipiell muss die Errichtung einer Wärmepumpenheizung beim zuständigen Bauamt/Landratsamt angezeigt werden. Darüber hinaus sind Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen genehmigungspflichtig. Luft-Wärmepumpen sind genehmigungsfrei.

[--> gute Gründe für eine Wärmepumpe]